Man startet eine Reise in die Vergangenheit, wenn man die Überfahrt mit der Fähre von Dakar zur Insel Goree antritt.
Wenn man auf der Insel angekommen ist, glaubt man, die Zweit währe stehen geblieben. Auf Goree leben lediglich rund 1300 Menschen. Auch viele Künstler haben sich hier ihr Atelier eingerichtet. Nur drei Kilometer von der Küste Senegals entfernt liegt die kleine Insel im Meer. Nimmt man sich zwei Stunden Zeit, kann man die Insel in dieser zeit zu Fuß umrunden.
In Afrika geht es eh schon nicht sehr hektisch zu aber auf der Insel Goree ist das gemütliche Tempo noch um einiges verlangsamt. Obwohl man glaubt in der Vergangenheit gelandet zu sein, gibt es auch sehr moderne Technik auf Goree. Der Sendemast für das Mobiltelefonnetz steht, als Palme getarnt, am Rande der Festungsanlage. Selbst auf des Medium Internet muss man nicht verzichten. Auf der Insel existiert ein Hotspot auf dem Platz vor dem Rathaus. Auch das Bezahlen mit Kreditkarte ist auf der Insel möglich. Akzeptiert werden die gängigen Kreditkarten und kostenlose Kreditkarten (VISA und MasterCard). Natürlich können sie auch mit der Kreditkarte von einem Angebot für ein schufafreies Girokonto bezahlen.
Wenn man auf Goree angekommen ist, gibt es nur eine Personengruppe, die etwas Hektik verbreitet, es sind die Touristenführer und Verkäufer von Souveniren. Ob man einen Touristenführer benötigt, ist noch fraglich. Die Insel ist so klein, dass man sich kaum verlaufen kann. Die Altstadt kann man sehr gut auf eigene Faust erkunden, sie gehört übrigens zum Weltkulturerbe.
Auf der Insel findet man eine mediterrane Atmosphäre vor. Die Fassaden der meisten Häuser sind in den Farben Rot, Gelb und Ocker gehalten. Als erstes sollte man das Museum "Maison des Esclaves" besuchen. Es ist ein beeindruckendes Gebäude mit einer großen Freitreppe, die in einen hellen Innenhof führt. In der Vergangenheit wurde in diesem Gebäude die dunkle Geschichte der Insel geschrieben. Das Museum beherbergt eine Ausstellung, die an den Sklavenhandel nach Europa und Nordamerika erinnert. Viele Jahrhunderte lang war dies einer der wichtigsten Wirtschaftszweige auf Goree.
Vor allem afroamerikanische Besucher sehen den Besuch des Museums als Pilgerreise in die Heimat ihrer Vorfahren an.
Auf einem der zahlreichen Plakate kann man lesen: Millionen Afrikaner hätten das Sklavenfort von Goree passiert. Allerdings ergaben neuste wissenschaftliche Untersuchungen, dass diese Zahlen nicht stimmen können. Die Verhältnisse im Fort waren viel zu beengt, um von hier aus den Hauptteil der über 20 Millionen Sklaven zu verschiffen. Auch die Vorräte an Trinkwasser waren viel zu gering um Millionen von Sklaven und Einwohner zu versorgen.