Dienstag, 19. Januar 2010

Skiurlaub am Nordmeer in Norwegen

Der Norden von Norwegen ist im Winter eine Reise wert. Wenn man sich die Gegend betrachtet, könnte man glauben, es ragen weiße Zuckerberge aus dem Meer.
Die schneebedeckten Gipfel geben der Landschaft eine fast unwirkliche Atmosphäre, sie ragen bis zu 1500 Meter aus dem tief stahlblauen Meer.

Die Gletscher ragen kilometerlang in das Wasser der Fjorde.
Die Lyngen-Alps liegen gut 300 Kilometer nördlich des Polarkreises und zwei Flugstunden von Oslo entfernt.
Die norwegische Hafenstadt Tromsö ist bei Wintersportlern sehr beliebt und ein Geheimtipp.
In dieser wunderschönen Gegend kann man hervorragende Skitouren unternehmen.

Bei Skifans gilt diese Landschaft als großartiges Eldorado für Skitouren in Europa. Man benötigt allerdings eine gute Kondition, die man sich schon im Sommer antrainieren sollte, wenn man auf Skitour gehen will.

Als Unterkunft könnte man das ehemalige Reparaturschiff "Polargirl" wählen.
Es ist der kuriose Gegensatz von Meer und Bergen, vom Leben auf dem Schiff und der Abfahrt durch den Tiefschnee zum Strand, der Skifans in diese herrliche Gegend lockt.

In der Gegend um Tromsö gibt es, nicht wie in den Skigebieten der Alpen, keinen Lagebericht über Schneelawinen.

Wenn man mal keine Lust auf eine Skitour hat, kann man an Deck des Schiffes ein erholsames Bad im Warmwasserbottich nehmen und die eisige Lust genießen oder man besucht das Kapitänscasino.
Eine Skitour sollte man exakt planen, dafür sollte man sich die entsprechenden Karten der Region besorgen sowie den aktuellen Wetterbericht studieren.

Montag, 18. Januar 2010

Peru - Geschichte hautnah erleben

"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" - Diese Aussage wird gern dem Michail Gorbatschows untergeschoben, doch dies hat er so niemals gesagt.
Diesen Satz könnten aber auch die peruanischen Archäologen zum Ausdruck gebracht haben.
Im Norden von Peru kommen die Archäologen fast immer zu spät.

Wurde eine neue archäologische Fundstätte entdeckt, sind Grabräuber, die sogenannte Huaqueros, oft schneller als die Wissenschaftler.
Die Wissenschaftler müssen sich dann meist mit stark zerstörten und verwüsteten Grabstätten herumplagen.
Doch für die Touristen lohnt sich der Besuch der vielen geschichtsträchtigen Stätten.

Das Gebiet im Norden von Peru verfügt über ganz besondere Bodenschätze - in der Erde befindet sich Gold in Form von kunstvollen Schmuck, Mumien und weitere Grabbeigaben aus Edelmetallen und Keramik.
Schon vor der Hochkultur der Inka waren hier andere Hochkulturen (Moche, Chimu und Lambayeque) ansässig und schufen riesige Stadtanlagen.
Dieser reichtum lockt nicht nur Archäologen an sondern eben auch Grabräuber, die die wertvollen Stücke zu Geld machen.

Im Jahr 2006 war der Archäologe Regulo Franco schneller als die Grabräuber.
In der Lehmpyramide El Brujo entdeckte er eine Jahrtausend alte Mumie der Fürstin Cao, die mit zahlreichen Tätowierungen verziert ist.
Die Lehmpyramide befindet sich nördlich Trujillo.
Die Entdeckung der Mumie ist die zweite archäologische Sensation in Südamerika. Für großes Aufsehen sorgte im Jahr 1986 die Entdeckung der Mumie des Herrschers von Sipan.
"Die Fürstin von Cao ist sehr jung gestorben. Wir nehmen an, kurz nach der Geburt eines Kindes", so die Aussage von Denis Vargas.
Vargas ist einer der Archäologen, die in El Brujo die prächtigen Fresken freilegen.

Für Historiker war es eine überraschende Erkenntnis, dass sich das Kriegervolk der Moche von einer Frau regieren ließ.
Man könnte die Fürstin von Cao als die "die Kleopatra Südamerikas" bezeichnen, so Regulo.
Den archäologischen Untersuchungen zu folge, muss die Fürstin vor etwa 1700 Jahren verstorben sein.
Doch jetzt startet sie ein neues Leben als Touristenattraktion.
Ende April 2009 eröffnete das modern gestaltete und schwer bewachte Cao Museum in El Brujo. Die Besucher erwartet neben der eigentlichen Mumie auch zahlreiche andere Fundstücke (Keramiken und Schmuckstücke).

Afrika als Rucksacktourist


Afrika kann man auch auf eigene Faust und mit geringem Budget erkunden. Es muss nicht immer die pompöse Safari im Busch sein.
Auf dieser Tour wird man so manche Kuriosität und ungewöhnliche Situation erleben, so zum Beispiel Kamelreiten an Kenias Bamburi Beach, ein Bananenbier am schneebedeckten Kilimandscharo oder Affen auf dem Frühstückstisch.

Bevor man allerdings eine solche Tour angeht, sollte man genau planen und sich über die örtlichen Begebenheiten informieren. Nicht alle Routen sind in Afrika sicher. So sind Autofahrten im nördlichen Teil Kenias und nördlich vom Küstenort Malindi wegen möglicher Überfälle unsicher. Aktuelle Informationen erhält man auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes und auf zahlreichen anderen Internetseiten. Um die Hauptstadt Kenias, Nairobi, machen viele Touristen ohnehin einen Bogen.



Die Reiserouten zwischen Mombasa und der Hauptstad von Tansania Daressalam sind bei den einheimischen und bei Rucksacktouristen sehr beliebt.
Von Daressalam kann man mit der Fähre nach Sansibar reisen.
Mit dem Bus ist man von Mombasa aus innerhalb von sieben Stunden in Moshi, um eine Tour zum Kilimandscharo zu unternehmen.
Ein großer Vorteil für solch eine Reise durch zwei afrikanische Länder sind die guten Flugverbindungen in beide Staaten.
Der Ferienflieger Condor fliegt Mombasa, den Kilimandscharo und Sansibar an. Die Fluggesellschaft Air Berlin fliegt Mombasa, KLM den Kilimandscharo und Daressalam an.
Flüge lassen sich einfach und unkompliziert über das Internet buchen. Allerdings sollten sie dafür über eine Kreditkarte verfügen. Sollten sie über noch keine bunt bedruckte Plastikkarte verfügen, können Sie sich im Internet auf dem Portal Finanz-Lexikon ausführlich über die Bestellung einer Kreditkarte informieren.

Wenn man in Moshi angekommen ist, sollte man unbedingt das "Salzburger Café" besuchen. Hier findet man Fans des 5895 Meter hohen Kilimandscharo. Sie sitzen bei einem "Serengeti"-Bier und Wiener Schnitzel und fachsimpeln über die "Tour des Leidens".
Jedes Jahr versuchen ungefähr 30.000 Menschen den Kilimandscharo zu bezwingen.
Viele schaffen es nicht, einige leiden schwer unter der Höhenkrankheit und manche sterben sogar während der Tour.
Die einheimische Bevölkerung bevorzugt das warme und breiige Bananenbier.
Es wird mit einer Kelle aus Eimern geschöpft.
Wenn man viel Mut besitzt, sollte man diese Getränk ruhig einmal probieren, es ist allerdings nichts für unsere westlichen Geschmacksnerven.

Skalveninsel Goree



Man startet eine Reise in die Vergangenheit, wenn man die Überfahrt mit der Fähre von Dakar zur Insel Goree antritt.

Wenn man auf der Insel angekommen ist, glaubt man, die Zweit währe stehen geblieben. Auf Goree leben lediglich rund 1300 Menschen. Auch viele Künstler haben sich hier ihr Atelier eingerichtet.
Nur drei Kilometer von der Küste Senegals entfernt liegt die kleine Insel im Meer. Nimmt man sich zwei Stunden Zeit, kann man die Insel in dieser zeit zu Fuß umrunden.

In Afrika geht es eh schon nicht sehr hektisch zu aber auf der Insel Goree ist das gemütliche Tempo noch um einiges verlangsamt. Obwohl man glaubt in der Vergangenheit gelandet zu sein, gibt es auch sehr moderne Technik auf Goree. Der Sendemast für das Mobiltelefonnetz steht, als Palme getarnt, am Rande der Festungsanlage. Selbst auf des Medium Internet muss man nicht verzichten. Auf der Insel existiert ein Hotspot auf dem Platz vor dem Rathaus. Auch das Bezahlen mit Kreditkarte ist auf der Insel möglich. Akzeptiert werden die gängigen Kreditkarten und kostenlose Kreditkarten (VISA und MasterCard). Natürlich können sie auch mit der Kreditkarte von einem Angebot für ein schufafreies Girokonto bezahlen.

Wenn man auf Goree angekommen ist, gibt es nur eine Personengruppe, die etwas Hektik verbreitet, es sind die Touristenführer und Verkäufer von Souveniren.
Ob man einen Touristenführer benötigt, ist noch fraglich. Die Insel ist so klein, dass man sich kaum verlaufen kann. Die Altstadt kann man sehr gut auf eigene Faust erkunden, sie gehört übrigens zum Weltkulturerbe.

Auf der Insel findet man eine mediterrane Atmosphäre vor. Die Fassaden der meisten Häuser sind in den Farben Rot, Gelb und Ocker gehalten.
Als erstes sollte man das Museum "Maison des Esclaves" besuchen. Es ist ein beeindruckendes Gebäude mit einer großen Freitreppe, die in einen hellen Innenhof führt. In der Vergangenheit wurde in diesem Gebäude die dunkle Geschichte der Insel geschrieben. Das Museum beherbergt eine Ausstellung, die an den Sklavenhandel nach Europa und Nordamerika erinnert. Viele Jahrhunderte lang war dies einer der wichtigsten Wirtschaftszweige auf Goree.

Vor allem afroamerikanische Besucher sehen den Besuch des Museums als Pilgerreise in die Heimat ihrer Vorfahren an.


Auf einem der zahlreichen Plakate kann man lesen: Millionen Afrikaner hätten das Sklavenfort von Goree passiert. Allerdings ergaben neuste wissenschaftliche Untersuchungen, dass diese Zahlen nicht stimmen können. Die Verhältnisse im Fort waren viel zu beengt, um von hier aus den Hauptteil der über 20 Millionen Sklaven zu verschiffen. Auch die Vorräte an Trinkwasser waren viel zu gering um Millionen von Sklaven und Einwohner zu versorgen.